Stellarkultur – Blick in den Nachthimmel von der Sternwarte Gelber Turm

Lichter erscheinen in der Dunkelheit der Nacht. Auf dem Weg durch den Wald werden die beleuchteten Fenster des „Gelben Turm“ sichtbar, den es zu erklimmen gilt. An dessen Spitze, in einer großen hölzernen Kuppel erwartet uns Herr Blumenberg von der Hildesheimer Gesellschaft für Astronomie. Er widmet sich seit vielen Jahren den Lichtern in der Nacht, die den Himmel bevölkern.

Zwei- bis viertausend Sterne kann der Mensch mit dem bloßen Augen erkennen. Weniger als die griechischen Philosophen, die schon in der Antike von den leuchtenden Himmelskörpern fasziniert waren, aber deutlich weniger mit Lichtverschmutzung zu kämpfen hatten. Die erschwert Astronomen heute ihre Arbeit – manche weniger besiedelten Regionen in Deutschland verschreiben sich deswegen gar dem Sternentourismus.

Knarrend öffnet sich die Kuppel und der Blick wird frei auf den Nachthimmel. Durch das riesige Teleskop, das vor etwa 15 Jahren mit einem Hubschrauber nach Hildesheim kam, sehen wir die Plejaden. 450 Jahre war das Licht unterwegs, dass wir in diesem Moment sehen. Herr Blumenberg ist einer der ehrenamtlichen Sternwartenbetreuer, die jeden Freitag die Türen der stellaren Beobachtungsstelle öffnen. Er erzählt aus dem Leben eines Astronomen, von Sternenhaufen und Supernoven und was es mit dem „Stern von Bethlehem“ auf sich haben könnte.

Vielen Dank an Ben Lantzsch, der mit seiner Kamera den schwierigen Lichtverhältnissen getrotzt hat.

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