Parkkultur – Die wunderliche Welt des Familienpark Sottrum

Peter Deicke wäre als Kind gerne Lehrer oder Zoodirektor geworden. 50 Jahre betrieb er eine Tanzschule und widmete sich nur in seiner Freizeit den völkerkundlichem Sammeln oder dem Aufspüren von Tieren im Ausland. Dann stand Ende der 1980er Jahre in Sottrum ein in Konkurs gegangener Freizeitpark in einer alten Tonkuhle zu Verkauf. Herr Deicke trennte sich von Hab und Gut und begann eine Welt zu bauen, die gleich im ersten Jahr in einem Fernsehbericht als „Paradies für Kinder“ bezeichnet wurde.

Auf einer Fläche von rund 28 Fußballfeldern findet sich heute all das, was Peter Deicke sich als Kind immer gewünscht hat. Mit Tieren, der größten Puppenstube der Welt oder einem rießigen Zirkuszelt will er Kindern Erfahrungsräume schenken. Der Park setzt nicht auf große Fahrgeschäfte oder Multimedia, sondern auf das Bewegen und Entdecken zwischen Bäumen, Wiesen und Wasser.

Mit Tochter Sonja Deicke tritt die nächste Generation in Aktion. Von ihrem Vater hat sie auch das Talent auf Tiere aller Art zuzugehen gelernt. Beide werden von Zeit zu Zeit von der Polizei angefragt um beispielsweise Schlangen oder Spinnen einzufangen, die nicht selten im Park ein neues zu hause finden.

Der 85jährige Herr Deicke lässt es sich auch nicht nehmen, gemeinsam eine Rutsche hinunter zu sausen. Stehend am Pult in der Zwergenschule oder im Bereich „Sauleben“ wird deutlich, dass er mit dem Familienpark Sottrum doch irgendwie Lehrer und Zoodirektor geworden ist.

Vielen Dank an Ben Lantzsch für die fotografische Begleitung.

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