Netzwerkkultur – Offenes WLAN durch den Freifunk

Jason, Basti und Markus setzen sich für freies WLAN in Hildesheim ein. Frei heißt dabei nicht nur, dass das drahtlose Internet kostenlos nutzbar ist. Sie errichten ehrenamtlich eine Infrastruktur, die ohne Hürden zugänglich ist. Organisiert im Freifunk stehen sie Privatpersonen, Unternehmern und Gastronomen zur Seite und helfen ihnen Teil des Freifunk-Netzes zu werden.

Doch ihr Ethusiamus wird gebremst. Aktuelle Gesetzesvorhaben zu Vorratsdatenspeicherung und Störerhaftung stellen das Vorhaben der Engagierten vor Herausforderungen. Gleichzeitig ist aber die Störerhaftung auch ein Grund dafür, warum Freifunk in Deutschland entstanden ist, denn im Ausland gibt es keine vergleichbaren Gesetze.

Im Kultursignal verraten die „Freifunker“ was hinter diesen Gesetzen steht, wie Freifunk funktioniert und wie jeder Teil davon werden kann. Außerdem treffen wir in der Hildesheimer Innenstadt Hamun, den Geschäftsführer des Restaurants „Amadeus“ und Klaus von Bündnis 90/Die Grünen. Sie sprechen darüber, warum sie sich dazu entschieden haben Teil des Freifunk-Netzes zu werden.

Vielen Dank an Karin Brod für die Bilddokumentation.

7 Reaktionen auf „Netzwerkkultur – Offenes WLAN durch den Freifunk“

  1. Sehr schöne, informative Sendung. Eines ist aber mit mir zur Verfügung stehenden beruflichen Erfahrung sicher falsch kommentiert: Auch online-Banking ist im freie und offenen WLAN absolut genau so sicher wie “zu Hause”. Es gibt keinen Unterschied zur Sicherheit des online-Banking zu Hause oder in offenen Netzen.

    Vor allem das Sicherrheitsverfahren und die Kontrolle z.B. der TAN mit den Originaldaten der Rechnung ist der entscheidende Faktor für die Sicherhet.
    Ein Angriff Erfolg im Regelfall auch durch Befall des Endgerätes und nicht des Übermittlungsweges. Denn der ist verschlüsselt.

    1. Vielen Dank für die Rückmeldung und die Anmerkungen. Ich schreibe die “Freifunker” nochmal an, vielleicht kann die Einschätzung aus der Sendung noch konkreter werden.

  2. Wie funktioniert Freifunk genau? es wird nur immer drumrum und andeutungsweise über das Technische geredet. Ich bin technisch “vorbelastet” (EDV-Techniker a.D.), habe die Verbreitungstechnik, trotz vielem
    Suchen, immer noch nicht verstanden. Ich frage mal mit meinen Worten nach:

    – Freifunk richtet sich an alle WLAN-Nutzer/ Internetnutzer mit Providervertrag, die “etwas” abgeben sollten? Damit könnte sich mein Nachbar mit Tablet, Smartphone das Internet (über meinen Zugang) nutzen.
    Wozu soll der Freifunkrouter sein? -für Kontakt an sein (Nachbar) Desktop/ Notebook ohne WLAN?
    Die Quelle (Internetzugang) ist also immer ein Internetnutzer mit Providervertrag?
    Das wäre plausibel.
    Wie langsam würde ein Netz mit z.B. 3 Nutzern sein?
    Günther Homann, HI-Ochtersum

    [E-Mail-Adresse wurde zur SPAM-Prävention aus Beitrag entfernt.]

    1. Für technische Details kann ich Ihnen die offizielle Freifunk-Website empfehlen.

      Inwiefern sich die Geschwindigkeit des Internetzugangs verändert, lässt sich so weit ich das bei meinen Gästen verstanden habe, nicht pauschal beantworten. Es kommt insbesondere darauf an, wie schnell die Internetleitung ist, an der dann der Freifunk-Router hängt. Im Gespräch erzählten die Gäste allerdings auch, dass sich die Bandbreite, die für Freifunk zu Verfügung gestellt wird, auch limitieren lässt.

      Nehmen Sie doch einmal mit den Hildesheimer Freifunkern Kontakt auf. Über Nachfragen “vom Fach” werden sie sich sicher sehr freuen!

    2. Hallo!

      Freifunk richtet sich an Menschen, die ihren Internetzugang mit anderen teilen möchten. Hat man sich ein Mal mit “freifunk-hi.de” verbunden, bucht sich das eigene Gerät im Normalfall fortan automatisch ein, wenn ein Freifunk-WLAN in Sicht ist.

      Wegen der Störerhaftung ist ein einfaches Öffnen des WLANs oder die Weitergabe des WLAN-Passworts an Dritte problematisch. In der Freifunk-FAQ steht erläutert wie Freifunk Hildesheim damit umgeht: https://wiki.freieslabor.org/wiki/Freifunk:FAQ

      Außerdem kann Freifunk Roaming, d.h. wenn man ein Skype-Gespräch führt und dabei das eine Freifunk-WLAN verlässt und das nächste betritt, reisst die Verbindung nicht ab.

      Freifunk bietet darüber hinaus durch Meshing die Möglichkeit mehrere Freifunk-Router in Funkreichweite aufzustellen, um die “ausgeleuchtete” Fläche zu vergrößern.

      Interessierte sind donnerstags ab 18 Uhr bei den Freifunktreffen gern gesehen. Alle Infos auf freifunk-hi.de

      Viele Grüße,
      Basti

Anmerkung oder Frage schreiben

Jeder Beitrag wird von Hand freigeschaltet. Mit dem Absenden Ihres Kommentars willigen Sie ein, dass der angegebene Name im Zusammenhang mit Ihrem Kommentar und ggf. Ihrer Website gespeichert wird.